RB Leipzig

Ob Regionalliga oder Kreisklasse, Nachwuchsspieler oder alte Herren: Fußball(er) mit Leidenschaft.

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Tschaikowskij
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RB Leipzig

Beitrag von Tschaikowskij » 16 Jun 2009 13:46

Ausgeschrieben heisst der neu gegründete Verein RasenBallsport Leipzig e.V., wurde vergangene Woche ins Vereinsregister eingetragen und erhielt am Wochenende das Spielrecht in der Oberliga vom SSV Markranstädt übertragen.

Quelle

Wie die Kurzform des Namens "RasenBallsport Leipzig e.V." RB Leipzig schon vermuten lässt, hat der Verein im österreichischen Getränkehersteller RedBull einen potenten Sponsor im Rücken. Unter der Fuchtel von RedBull-Besitzer Dietrich Mateschitz soll RB Leipzig kommende Saison im großen Zentralstadion seine Heimspiele bestreiten und hat als Ziel den Aufstieg in Liga drei binnen vier Jahren ausgegeben.

Dass ein potenter Geldgeber einen Verein relativ schnell nach oben puschen kann hat man jüngst am Beispiel der TSG Hoffenheim bewundern können. Die Standortwahl Leipzig ist in meinen Augen genau so glücklich wie gefährlich. Einerseits prangt im deutschen Fußball-Osten ein riesiges Loch, was dem Verein ein großes Einzugsgebiet sichert. Andererseits hört man über die Fankultur speziell in Leipzig nicht viel Gutes. Oder ist das ein exklusives Problem von Lok und dem FC Sachsen?
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Kraftruni
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Beitrag von Kraftruni » 16 Jun 2009 18:18

Hm, so langsam aber sicher rollt das "Verein-aus-dem-nichts-ins-Profi"-Geschäft an. Wenn jetzt jedes Jahr ein neuer No-Name einen Geldgeber bekommt, könnte das bald ziemlich bunt werden.

Zum Thema direkt: ich fände es eigentlich ganz gut, wenn ein Verein aus dem Osten etwas konstantes aufbauen könnte. Berlin (und phasenweise Cottbus) sind irgendwie zu wenig.
Mit der Fankultur ist das so eine Sache. Wenn hinter einen neuen Verein ein potenter Geldgeber steckt, weiß ich nicht, ob besagte "Fan"gruppierungen überhaupt den Verein unterstützen wollen würden.

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madu
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Re: RB Leipzig

Beitrag von madu » 17 Jun 2009 09:27

Tschaikowskij hat geschrieben:Andererseits hört man über die Fankultur speziell in Leipzig nicht viel Gutes. Oder ist das ein exklusives Problem von Lok und dem FC Sachsen?

Das ist wohl eher ein Problem zwischen Lok und Chemie Leipzig (heutiger FC Sachsen), welches noch aus tiefsten DDR- Zeiten herrührt. Wobei Chemie mal irgendwie zwangseingegliedert wurde.
Die Frage ist da eher, wie der RB Leipzig von den Fans überhaupt angenommen wird. Die Lok und FC Fans sind da "vergeben" und von Makranstädt wird in dieser Richtung wohl auch nicht allzuviel zu erwarten sein.
Man kann gespannt sein.
Ich kann den Ball weiter anstoppen, als ihr schießen könnt...

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Kerschi
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Beitrag von Kerschi » 17 Jun 2009 09:44

Sobald RB Leipzig in die Bundesliga aufsteigt werden die Menschen aus der Region dem Erfolg erliegen und den Verein unterstützen.
Man sieht doch wie das in Hoffenheim funktioniert.
Ich kann das auch verstehen.
In der Region gibt es sonst keinen Spitzensport und die Menschen wären IMO dankbar wenn die Bundesliga in ihrer Stadt zu Gast wäre.

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Beitrag von Union1985 » 30 Sep 2009 16:19

Mittlerweile sind 7 Spieltage gespielt und so langsam lässt sich eine Tendenz ablesen.
RB Leipzig hat nach 7 Spielen, 5 Siege, 1 Remis und 1 Niederlage, bei 14:4 Toren.
Punktgleich mit Jena2 steht RB Leipzig an der Tabellenspitze.

Gerade am Sonntag hat man Lok Leipzig mit 3-0 geschlagen.
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Beitrag von Elbefohlen » 05 Okt 2009 14:08

Ich packe die Information mangels Alternativen mal hier hinein. Dietmar Beiersdorfer - die Spatzen pfiffen ist ja seit einigen Tagen von den Dächern - wird bei Red Bull Sportlicher Leiter.

Quelle

Wenn man das so liest, dann müsste Beiersdorfers Tag ja 48 h haben...
Zuletzt geändert von Elbefohlen am 09 Okt 2009 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von heinzauswien » 05 Okt 2009 15:07

Dürfte ein ziemlich spannender und gut dotierter Job sein, bei dem der gute Didi auch ein bisschen in der Welt herum kommt. Was aus dem bisherigen Verantwortlichen (allerdings nur für Salzburg) Hochhauser wird, bleibt offen. Beiersdorfer kommt zu einem sportlich relativ günstigen Zeitpunkt. RB Leipzig und RB Salzburg sind voll auf Kurs. Was in New York so abgeht, weiß ich zu wenig. Ich bin schon gespannt, welche Personalentscheidungen Beiersorfer in den nächsten Monaten treffen wird. Zu tun ist zumindest in Salzburg mehr als genug.

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Beitrag von Frankfurter-Jung » 11 Okt 2009 16:17

Dass Hoffenheim als Beispiel zählen soll, dass das mit der Fanszene "funktioniert" sehe ich in keinster Weise. Der Verein findet eine Menge Abneigung (in meinen Augen zurecht) unter vielen traditionellen Fanszenen. Die Heimspiele sind recht gut besucht, eine richtige Fanszene gibt es aber nicht, was man an der Stimmung und an den gigantischen Auswärtsfahrermassen (:roll: ) sieht. Ähnlich wird es bei RB auch sein. Sie werden medial hochgejubelt, Einige werden dem verfallen, besonders auch Leute, die sonst eigentlich nicht ganz so viel mit Fussball am Hut haben, andere werden es abstoßend finden. Und so findet die Retortenentwicklung im Fußball ihre Fortsetzung.
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Beitrag von Sifo-Dyas » 13 Okt 2009 17:11

Hoffenheim kann ich nicht beurteilen. Allerdings hat ein Freund von mir bis einschließlich August 4 Jahre in der Nähe von WOB gearbeitet, hab ihn dann jeweils über die "Schalke-Wochenenden" besucht ...

Solche Retorten-Vereine entwickeln langsam Fan-Szenen ... Man konnte merken, dass es (wohl gemerkt auf niedrigem Niveau) von Jahr zu Jahr mehr wurden.... ABER dann kamen die erfolgreichen Jahre, mit dem UEFA-Pokal-Einzug und jetzt der Meisterschaft.
Auch hier ist das Phänomen der Erfolgsfans zu beobachten , jedenfalls wurde es wesentlcih voller und sowas prägt die Leute auch !

Off-Topic: Mir ging es nicht damals anders, ich war früher "neutraler" Ruhrpott-Fußball-Verein-Fan ( ja sowas gibt es ) , erst als ich 96/97 alle UEFA-Pokal-Spiele und so auch den Titel miterlebt habe, bin ich zum "Schwerpunktmäßigen Schalke-Fan" geworden. Wieso sollte ich da ein Einzelfall sein und das nicht auch bei Retortenvereinen passieren

Off-Topic2: Die klassische Fan-Kultur hat doch in den letzten 15 Jahren sowieso an bedeutung verloren. Wo in den Kurven früher viele verschiedene Fan-Clubs die Stimmung aus allen Ecken gemacht haben, treten jetzt überall (zu meinem Bedauern) "dominante" Ultra-Szenen. Und da Ultras von Verein A sowieso nur das Lied der Ultras von Verein B kopieren hat man sowieso überall mittlerweile sehr ähnliche Szenen, Stimmungen und Choreographien und Lieder ... schade schade , aber die klassische Fanszene verliert leider immer mehr bedeutung gegenüber Ultras , Erfolgsfans und "Stimmungs-Genießern" ...
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Beitrag von Frankfurter-Jung » 14 Okt 2009 14:43

Man kann ja durchaus etwas an den Ultras kritisieren, zB sind die minutenlangen (eintönigen?) Dauergesänge nicht jedermanns Ding. Allerdings sehe ich die Entwicklung der letzten Jahre nicht negativ; im Gegenteil, in vielen Stadien haben die Ultrabewegungen einiges bewegt und die Stimmung verbessert. So auch bei uns in FFM, wi es eine sehr starke Ultra-Szene gibt, die für die Atmosphere bei Heim- und Auswärtsspielen viel geleistet hat und oftmals eine große Kreativität bewiesen hat. Aber gut, anderes Thema.
Dass bei WOB, Hoffenheim oder dann wohl auch RedBull die Menge der Zuschauer zunimmt, bezweifle ich nicht, nur man darf nicht den Fehler machen, reine Quantität mit einer leidenschaftlichen Szene zu verwechseln. Da nämlich sehe ich nicht allzuviel Bewegung. Ich stehe nicht allein mit der Meinung, dass die Fanszenen/ Kurven für den Fußball unverzichtbar sind.
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Beitrag von bananenkiste » 24 Feb 2010 10:25

Frankfurter-Jung hat geschrieben: Ähnlich wird es bei RB auch sein. Sie werden medial hochgejubelt, Einige werden dem verfallen, besonders auch Leute, die sonst eigentlich nicht ganz so viel mit Fussball am Hut haben, andere werden es abstoßend finden. Und so findet die Retortenentwicklung im Fußball ihre Fortsetzung.


Ich sehe das (als Wahlleipziger) anders. Es gibt einen riesigen "Hunger" in der Stadt auf hoeherklassigen Fussball. Wir reden von einer 500.000-Einwohner-Stadt mit einer grossen Fussballtradition (Gruendung des DFB in Leipzig, erster Fussballmeister: VfB Leipzig...) mit einem WM-erprobten neuen Stadion. Das DfB-Spiel gegen LIECHTENSTEIN 2009 war innerhalb von kuerzester Zeit ausverkauft (bei mehr als 40.000 Tickets).

Red Bull ist als Sportsponsor bis jetzt sehr verlaesslich gewesen, wenn man auf die anderen gefoerderten Massnahmen schaut. Zunaechst wollte man auch keinen "Retortenclub", sondern Sachsen Leipzig unterstuetzen, hatte dann aber wohl doch gewisse Bedenken dagegen (zwischen Lok und Sachsen Leipzig herrscht in gewissen Kreisen schon ziemlicher Hass, da wollte man wohl nicht reinschlittern).

Nun also die Uebernahme von Markranstaedt. Meine Prognose: Es reicht, die zweite Liga zu erreichen, dann wird man das Zentralstadion (bzw. dann wahrscheinlich RB-Arena) ziemlich oft voll sehen.

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Beitrag von Union1985 » 18 Apr 2010 01:30

Neues von RB Leipzig.
Nächsten Spieltag könnten die Leipziger nämlich den Aufstieg in die Regionalliga feiern und dies bereits 6 Spieltage vor Ende.
Aktuell hat man 20 Punkte Vorsprung, bei 20 Siegen, 2 Unentschieden und nur 1 Niederlage. 54-12 Tore sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.
Bester Torschütze mit 10 Treffern ist übrigens Nico Frommer.
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Beitrag von bananenkiste » 04 Mai 2010 07:52

RB Leipzig ist übrigens am Wochenende 5 Spieltage vor Schluss in die Regionalliga (4. Liga) aufgestiegen, man hat also die erste Saison souverän gemeistert.

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Beitrag von Frankfurter-Jung » 13 Mai 2010 21:52

bananenkiste hat geschrieben:RB Leipzig ist übrigens am Wochenende 5 Spieltage vor Schluss in die Regionalliga (4. Liga) aufgestiegen, man hat also die erste Saison souverän gemeistert.

Glückwunsch. :roll:
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Beitrag von Darket » 13 Mai 2010 22:04

Ich hab zwar für Red Bulls Retortenvereine (ich sehe übrigens einen Unterschied zu Hoffenheim, wo Hopp den Verein zwar sicherlich hochgezogen und anschließend auch die Infrastruktur geschaffen hat, aber nicht jedes Jahr das Portemonaie sperrangelweit aufreißt um Superstars zu verpflichten...da find ich ManCity schlimmer :roll: ) nicht viel übrig, weil ich die Befürchtung habe, dass der Spitzensport der Zukunft genau so aussieht, aber das ist mir allemal lieber als die Nazi-Hool-Fanszene von Lok und Sachsen. Ich liebe die Stadt Leipzig wirklich sehr (und ich bin nichtmal Ossi *g*), aber wenn ich die Wahl habe wer von den dreien höherklassig spielen soll, ist das irgendwie sowas wie Arm ab oder Bein ab.
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- Walter Frosch


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